Das System Krav Maga

Effizientes Selbstverteidigungssystem

Exportschlager aus Israel

“Krav Maga” ist hebräisch und bedeutet “Kontaktkampf” bzw Nahkampf. Das Kampfsystem wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vom herausragend kampfbegabten und kampferprobten Imi Lichtenfeld entwickelt. Imi war erstklassiger Ringer und Boxer in der Slowakei und lernte von seinem Vater JiuJitsu- und westliche Selbstverteidigungstechniken. In den 1930 Jahren bis Mitte des 2. Weltkriegs kämpfte er als Widerstandskämpfer oft im Nahkampf um sein Leben. Nach seiner Flucht nach Palästina und der Gründung des Staates Israel entwickelte er das System Krav Maga als ausserordentlich effizientes und leicht zu erlernendes Kampfsystem und stellte es den israelischen Streitkräften zur Verfügung. Auf seine Initiative wurde später die International Krav Maga Federation IKMF gegründet. Bald wurde die Effizienz von Krav Maga von Polizei, Sicherheitskräften und aktivem Militär weltweit erkannt. Inzwischen wurde das System weiterentwickelt und an die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen angepasst: Polizei, Militär, Personenschützer, Privatpersonen, Frauen und Kinder. Weltweit entstanden Schulen für Selbstverteidigung und Nahkampf, die auf das System Imi Lichtenfelds zurückgehen.

Ein Kampfsystem für alle potentiellen Bedrohungen

Die Stärke von Krav Maga liegt darin, dass es auf alle potentiellen Bedrohungen vorbereitet: Schläge/Tritte, Bodenkampf, Abwehr bewaffneter Angriffe (Stock, Messer, Pistole, Gewehr u.a.), Abwehr mehrerer Angreifer, verschiedene Kampfplätze (Strasse, Treppenhaus, Bus, Lift etc). Grosser Wert wird auch auf Gewaltprävention gelegt, also auf das richtige Verhalten zur Deeskalation und zur Vermeidung physischer Gewalt. Krav Maga lehrt reine Selbstverteidigung und Gewaltprävention und verzichtet dabei auf Rituale und Zeremoniell wie es bei vielen traditionellen Kampfkünsten bekannt ist und ist deshalb rascher und leichter zu erlernen als letztere.

Naturgegebene Kampftechniken

Krav Maga wird oft als neue Erfindung gehandelt, ist aber in der Tat eine Kombination aus Techniken und taktischen Prinzipien die so alt sind wie die Menschheit (siehe Geschichte Krav Maga). Es wäre naiv zu denken dass die Menschen erst seit kurzem wissen wie man kämpft und sich selbst verteidigt. Selbst Tiere haben ihre eigenen Kampfsysteme, die an ihre Wesensart und Anatomie angepasst sind. Auch das Tier Mensch hat seine natürlichen Kampftechniken, sie wurden vom Jäger/Sammler genauso benutzt wie vom römischen Gladiator, indischen Gurkha, mittelalterlichen Ritter, von erfolgreichen Strassenschlägern zu jeder Zeit oder eben von heutigen Sicherheitskräften. Jene Techniken, die von Polizei, Sicherheitspersonal und Militär aktiv benutzt werden, bleiben erhalten und sind in vielen heutigen Kampfsystemen essentielle Bestandteile. Effiziente Systeme in unserer Zeit sind unter anderem Krav Maga, JiuJitsu, Systema oder Jeet Kune Do. Sie alle kombinieren Kampftechniken die effizient funktionieren, weil sie der Natur des Menschen entsprechen.

Demgegenüber gibt es viele Systeme, “Kampfkünste” genannt, die hochgradig stilisiert und ritualisiert sind. Diese haben durchaus grossen Wert im Sinne der Bewegungsschulung und Vermittlung ethischer Grundsätze. Für den Strassenkampf sind sie aber untauglich.

Imi Lichtenfeld hat keine neuen Techniken erfunden, es gab diese schon immer, aber er hat sie auf kreative Weise zu einem effizienten und leicht zu erlernenden System zusammengefasst und arrangiert. Dies ist der grosse Wert seiner Hinterlassenschaft. Der Verband IKMF ist inzwischen einigermassen zersplittert und hat sich in diverse Verbände aufgegliedert: das heutige IKMF, das KMG und das Gabi Noah Krav Maga sind die direkten Erben des ursprünglichen IKMF. Parallel dazu entstanden viele weitere Formen und Verbände wie Commando Krav Maga, Krav Maga Maor oder KAPAP, um nur einige zu nennen. Sie alle gehen auf Imis System zurück.

Die Krav Maga Schule Basel war bis 2016 Mitglied der IKMF und ist damit in direkter Linie mit dem System von Imi Lichtenfeld verbunden.

 

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